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Kiss me Kate
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Luzerner Theater

Premiere 31.10.2013

Musical

in zwei Akten von Cole Porter

 

 

Inszenierung:  Dominique Mentha
Musik:  Florian Pestell
Bühne:   Werner Hutterli
Kostum:  Mechthild Feuerstein
Choreografie:
 Kinsun Chan
Licht:
 David Hedinger

KISS ME KATE


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Eine Frau, die aus der Rolle fällt, kann zu einem Problem werden – nicht nur auf der Bühne, sondern auch in einer Beziehung. Umso lustiger, wenn beides zugleich passiert, dachte sich 1935 der Produzent Arnold Saint-Subber und entwickelte zusammen mit dem Ehepaar Spewack und dem Komponisten Cole Porter das 1948 uraufgeführte Musical «Kiss Me, Kate».

Ein seit einiger Zeit geschiedenes Schauspielerehepaar tritt gemeinsam in einer Musical-Version von William Shakespeares Komödie «Der Widerspenstigen Zähmung» auf. Sie als die kratzbürstige Katharina, die auf jeden Mann, auch den frisch angetrauten Gatten, mit Stolz herabblickt – er als der selbstherrliche Petruchio, der vor keinem noch so rabiaten Mittel zurückschreckt, um die junge Braut zur Demut zu zwingen. Während der Vorstellung jedoch kommen zunehmend private Gefühle ins Spiel, alte Sehnsüchte schlagen neue Wunden, bis sich hinter den Kulissen bald ein ganz ähnliches Drama abspielt wie auf der Bühne. Dort aber läuft vieles aus dem Ruder …

Mit wenigen raffinierten Kunstgriffen gelang es den Librettisten, eine komplexe Metatheatersituation zu schaffen, die Shakespeares Plot zum einen als Bühnenfiktion und zum anderen als realen Vorgang innerhalb einer Musical-Truppe ausformuliert, wobei sich die beiden Ebenen auf amüsante Weise miteinander verschränken. Cole Porter schrieb dazu geistreiche, zum Teil das altenglische Idiom ironisch aufgreifende Songtexte und setzte sie in einen mitreissenden Swing, dessen Delikatesse und Witz zum Besten des American Songbook gehören.

Die Inszenierung verzichtet ganz – im Gegensatz zu aktuellen Produktionen an der Komischen Oper Berlin und dem Staatstheater Hannover – auf detaillierte Backstage-Geschichten und glamouröse Revuenummern, sondern fokussiert einerseits auf die Überblendung von Fiktion und Realität sowie andererseits auf die Ups und Downs zwischen den beiden Paaren Lilli – Fred bzw. Lois – Bill. Der Tanz spielt dabei eine wesentliche Rolle, ist er doch mal Dekoration, mal Show, mal eigene Geschichte. Die musikalische Referenz bilden die grossen Swing-Sängerinnen der 50er Jahre, die im Laufe der Vorstellung eine eigene Hommage erhalten.