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Alcina
Cenerentola_HPO-149
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Luzerner Theater
Premiere 11.01.2014

Oper in drei Akten 

von Georg Friedrich Händel nach Ludovico Ariosto

 

 

Regie:  Nadja Loschky
Bühne:   Philipp Fürhofer
Dirigent:  Howard Arman
Kostüme:  Gabriel Jaenecke
Licht:  David Hedinger

 

« aLCINA »

 

Das Werk beruht auf einer Episode aus dem Epos «Orlando furioso» von Ludovico Ariosto (1516) und greift in Anlehnung an die Tradition der französischen Tragédie lyrique Elemente des Phantastischen auf. Georg Friedrich Händel schuf mit dieser Oper eine seiner reichsten Partituren, die der Titelfigur einen für die damalige Zeit auffällig individuellen Charakter angedeihen lässt.


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Die Reize der Frauen empfinden so manche Männer – spätestens sobald sie ihnen erliegen – als Hexerei. Mit Magie hat die Macht der Weiblichkeit indes selten zu tun, eher mit einer Schwäche des willenlosen Gegenübers. Gleichwohl wurde das Phänomen erotischer Verführung oft und vor allem im Barockzeitalter mit Hilfe übersinnlichen Zaubers ausdiskutiert – so auch in der Opera seria «Alcina» von Georg Friedrich Händel.

Die Zauberin Alcina herrscht über eine Insel, auf der sie bereits viele Männer in ihren Bann gezogen und nach dem Erlöschen der Liebe in Steine, Pflanzen oder Tiere verwandelt hat. Dorthin verschlägt es eines Tages Ruggiero, eigentlich mit Bradamante glücklich verlobt, der nun seinerseits Alcina verfällt und jede Erinnerung an die frühere Liaison verliert. Dann jedoch öffnet ihm ein Unbeteiligter die Augen: Ruggiero kommt langsam zu Verstand. Als er schliesslich mit Bradamante fliehen will, versucht Alcina, den Geliebten mit aller Macht zurückzuhalten – vergeblich, denn ihre Kräfte schwanden mit der Erkenntnis eigener Abhängigkeit …

Die Inszenierung fokussiert auf den Gegensatz von nüchterner Kriegsrealität und erträumter Idylle an arkadischem Ort. Während die in der Sage verankerten „bösen“ Züge Alcinas fast gänzlich in den Hintergrund treten, vollzieht die Regisseurin das auch vom Komponisten deutlich ausformulierte Stationendrama der Titelheldin als innere Tragödie nach. Ruggiero wiederum, Dreh- und Angelpunkt der Perspektive, bleibt bis zum Schluss in einem Dilemma: Auf welcher Seite findet das wahre Leben statt?