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Ariadne auf Naxos
Ariadne auf Naxos-9
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Luzerner Theater

Premiere 19.4.2015

Oper 

in in einem Akt mit einem Vorspiel von Richard Strauss, Text von Hugo von Hofmannsthal

 

 

Inszenierung:  Holger Müller-Brandes
Dirigent:  Haward Arman

Bühne & 
Kostum:

 Philipp Fürhofer

Licht:  David Hedinger

Ariadne auf Naxos

Im Hause eines reichen Mäzens werden letzte Vorbereitungen für eine illustre Opernvorstellung getroffen. Als der Komponist erfährt, dass seiner Musiktragödie «Ariadne auf Naxos» ein lustiges Nachspiel folgen soll, fürchtet er um die Wirkung seiner Schöpfung. Dann verkündet der Haushofmeister einen neuen Befehl seines Herrn: Um Zeit zu sparen, will man beide Werke gleichzeitig sehen. Fassungsloses Entsetzen hinter der Bühne. Wie sollen bloss Trauerspiel und Komödie in einem Stück zusammenfinden? Kurz darauf hebt sich der Vorhang: Ariadne, von ihrem Geliebten schnöde auf einer wüsten Insel ausgesetzt, erwartet nichts mehr als den Tod. Vergeblich versucht Zerbinetta gemeinsam mit ihren vier Freunden, die unglückliche Frau aufzuheitern und für das Leben zurückzugewinnen. Dann aber geschieht ein Wunder …

Mitten in der Diskussion um das Musiktheater der Moderne wagten Dichter und Komponist noch vor dem eigentlichen Neoklassizismus einen bewussten Blick auf die Historie. Opera seria und auf der Commedia dell’arte beruhendes Intermezzo finden wie noch im frühen 17. Jahrhundert zu einer Einheit zusammen, die gerade aufgrund der Heterogenität des Stils alle Aspekte des Lebens umfasst. Das in einem äusserst beweglichen und klar charakterisie-renden Rezitativ vertonte Vorspiel verkündet als Metatheater jene Poetik, die erst die im Anschluss aufgeführte, mit Rollentypik, Stimmcharakter und überlieferten Formen spielende Oper ästhetisch einlöst. Die beiden Gattungen des italienischen Musiktheaters bilden in ihrer modernen Zuspitzung dabei die zwei Seiten jenes Phänomens ab, das im Zentrum des gesamten Werks steht: die Lebendigkeit des menschlichen Herzens.