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Albert Herring
AlbertHerring 1074
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Luzerner Theater

Premiere 5.9.2015

Oper 

in drei Akten von Benjamin Britten, Text von Eric John Crozier

 

 

Inszenierung:  Tobias Heyder
Dirigent:  Haward Arman

Bühne:

 Stefan Heyne

Kostüm:

 Janine Werthmann

Licht:  David Hedinger

Albert Herring

Über die Jugend seiner Zeit soll schon Sokrates hin und wieder die Stirn gerunzelt haben. Bis heute lamentieren in die Jahre gekommene Generationen über den angeblichen Niedergang der jungen Leute – und meinen damit in der Regel die eigenen verpassten Gelegenheiten. Von diesen zwei Ansichten auf dieselbe Sache erzählt die komische Oper «Albert Herring», die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg rigide Verhaltensnormen mit viel Witz hinterfragt.

Ein junger Mann entspricht brav und kritiklos nicht nur den Wünschen seiner Mutter, sondern auch den strengen Anstandsregeln der Gesellschaft. Auf der Strecke bleiben dabei eigene Träume, Sehnsüchte, Erfahrungen – kurz: das Leben. Dafür krönt ihn die Stadt zum König der Tugend. Während der Feier jedoch kommt statt Wasser plötzlich Alkohol ins Spiel, und schon gerät die Welt für alle aus den Fugen …

Sittengesetze – englische zumal – können genau wie ihre Hüter streng und absurd sein. Gerät dieses unmusikalische Sujet zum Gegenstand einer Oper, kommt dafür naturgemäss nur die komische Gattung in Frage. Dementsprechend nutzte der britische Komponist Benjamin Britten eine kleine Orchester- und eine grosse Sängerbesetzung, um mit Hilfe prägnant charakterisierter Figuren und gestisch pointierter Situationen eine bunte Welt zu zeigen, in der Alt und Jung um Lebensweisheit ringt. Im Zentrum steht eine individuelle Reifeprüfung, die trotz des Humors in Text und Partitur zu einem ernstzunehmenden Resultat führt: Wer erwachsen werden soll, muss eigene Erfahrungen machen dürfen.