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Onkel Wanja
OnkelWanja 0899
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Luzerner Theater

Premiere 10.12.2015

Schauspiel

von Anton Tschechow 

Deutsch von Angela Schanelec nach einer Übersetzung von Arina Nestieva

 

 

 

Inszenierung:  Ueli Jäggi

Bühne:

 Werner Hutterli

Kostüm:

 Rindker-Schanti

Licht:  David Hedinger

Onkel Wanja

Wenn man kein wirkliches Leben hat, dann nimmt man eben die Illusion. 

Komödien nannte der Arzt und Schriftsteller Anton Tschechow seine Schauspiele, und das sind sie: Abbild der Comédie humaine, hochkomische und abgrundtief traurige Bestandsaufnahmen unserer Existenz. «Was tun?», fragen sich die Tschechowschen Helden, aufgerieben zwischen der Sehnsucht nach einem grundlegenden Wandel und tiefer Resignation, im Bewusstsein einer Zeitenwende und voller Angst vor einer ungewissen Zukunft.

Professor Serebrjakow kehrt nach der Pensionierung auf das Landgut seiner verstorbenen Frau zurück, das von seiner Tochter Sonja und ihrem Onkel Wanja bewirtschaftet wird. Jahrelang haben die beiden unter Verzicht auf eigene Ambitionen Geld in die Stadt geschickt, um den vermeintlich berühmten Wissenschaftler zu unterstützen, nun entpuppt sich seine Karriere als bedeutungslos. Jelena, die neue, junge Frau des Professors, wirbelt das gemächliche Landleben durcheinander. Wanja verfällt ihrer Faszination, und auch der Arzt Astrow, ein Pionier der ökologischen Bewegung, gerät in ihren Bann, blind für die Liebe, die Sonja ihm entgegenbringt. Geplatzte Träume, unerwiderte Liebe – unaufhörlich verrinnt das, was sie ihr Leben nennen.