Google Translate :

German English
Barbiere di Siviglia
image0196
... zur Bildergalerie

Luzerner Theater
Premiere 2.10.2005

Oper  von Gioacchino Rossini

 

Inszenierung:  Claes Fellborn
Dirigent:  John Axelrod
Bühnenbild:  Werner Hutterli
Kostüme:  Anna Ardelius
Licht:  David Hedinger
 

 

Die Komödie «Le Barbier de Séville» von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais enthält alle Ingre-dienzien einer wirkungsvollen Opera buffa: witzige Dialoge, profilierte Charaktere und mit Slapstick angereicherte Handlungsmomente. Kein Wunder also, dass Gioacchino Rossini den Stoff aufgriff und – nach Giovanni Paisiello – erneut in Musik umsetzte. Dass ihm damit ein Meisterwerk der Gattung gelang, verdankt sich nicht nur der schillernden Titelfigur, dem patenten Pragmatiker als Vorbote des Revolutionärs, sondern vor allem der Musik. Mit viel Esprit und Witz setzt sie einerseits jede Gestik, jede Bewegung der handelnden Figuren bildreich um. Andererseits legt sie dem turbulenten Geschehen die Stringenz eines Uhrwerks zugrunde, dessen Mechanik überraschend quersteht zum Zickzackverlauf der Intrige. So gewinnt der Feldzug um das geliebte Herz eine Dynamik, die alle in ihren Bann schlägt. Nur ein omnipotenter Barbier behält da einen klaren Kopf!

Gioacchino Rossini und sein Librettist Cesare Sterbini griffen 1816 den Stoff trotz der erfolgreichen Ver-tonung von Giovanni Paisiello (1782) noch einmal auf, weil die Beaumarchais-Komödie viele theater­wirksame Situationen enthält. Zu nennen sind da vor allem die Verkleidungen des Grafen als be­trunkener Soldat und als Musiklehrerin Donna Alma (in der Luzerner Produktion), die ein vielschichtiges Spiel und abwechslungsreiche Ensemblenummern ermöglichen. Musikalische Höhepunkte liefern aber auch die einzelnen Arien der Figuren, die als Vertonung eines Lebensgefühls (Figaro), einer Phänomen­­beschreibung (Basilio), einer Schimpftirade (Bartolo) oder eines Charakterzugs (Rosina) alle zeitgenössischen Produktionen übertreffen.

Der Komponist setzte seinerzeit aber vor allem insofern neue Massstäbe, als es ihm gelang, die inneren Spannungen des Dramas in die Musik zu verlegen. Dazu dienten ihm ausgedehnte Steigerungswellen,